Die Geschichte des Singeclub "Ernesto Ché Guevara" e.V. Dresden

begann am 27.11.1974 in der 63. Oberschule ,,Richard Neubert", wo sich 4 Enthusiasten zusammen fanden um gemeinsam zu singen. Diese 4, Gerd, Wolfgang, Ralph und Roland, begannen, wie viele Singeclubs, mit 2 Gitarren zunächst nur für sich.

Schon bald wurden es mehr Mitglieder und der Club machte die ersten öffentlichen Auftritte. Der erste Auftritt wurde in der Nachbarschule, der damaligen Erweiterten Oberschule ,,Martin Andersen Nexö", durchgeführt. Eine Delegation Indiens besuchte diese Schule, die damals noch nicht über eine eigene Singegruppe verfügte und man sprach uns an, einen kulturellen Beitrag zu gestalten, was wir mit Freude und dem ersten Erfolg taten.

Die jährlich von der FDJ durchgeführten Werkstatttage der Singegruppen wurden genutzt das eigene Niveau zu heben und den Club bekannt zu machen. Nach dem 3. Geburtstag des Clubs, der alljährlich mit einer öffentlichen Veranstaltung begangen wurde, konnten wir auf Grund unserer Leistungen an den Bezirks- und den DDR-Werkstatttagen der FDJ-Singegruppen teilnehmen.

1977 erhielt der Club, nach zweijährigen umfangreichen Bemühungen, von der kubanischen Botschaft in der DDR den verpflichtenden Namen ,,Ernesto Ché Guevara" verliehen.

Über die eigene Arbeit hinaus bildeten wir das FDJ-Singezentrum Dresden Ost, in dem zeitweise bis zu 36 Singegruppen zusammen arbeiteten.

Der Club hatte mit Nachwuchsgruppen zwischenzeitlich 65 Mitglieder und probte bis zu 6 mal in der Woche.

Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten, zumal das Repertoire recht umfangreich und der Club flexibel in der Programmgestaltung war, so dass der Zentralrat der FDJ die Gruppe bei allen grossen Jugendveranstaltungen, sowie mehrfach im internationalen Sommerlager am Scharmützelsee einsetzte.

Im Auftrag der FDJ gastierte der Club mehrfach in der Sowjetunion, u.a. am zentralen Jugendobjekt Erdgastrasse, den Volksrepubliken Polen und Bulgarien, sowie dem Nachbarland CSSR.

In der Schule baute sich der Club einen grossen Bodenraum in 8000 freiwilligen Arbeitsstunden als eigenen Klub aus, in welchem viele Veranstaltungen durchgeführt wurden und ein reges Klubleben stattfand. 1990 wurde, im Zuge der deutschen Einheit, der Club durch die Schulleitung auf die Strasse gesetzt, mit der Begründung: ,,Er sei zu politisch und zu links...".

Zunächst wurde in verschiedenen Objekten weiter geprobt. So half zunächst die noch existierende FDJ, später die Gebäudewirtschaft, die Hamburg Mannheimer Versicherungsgesellschaft, der DGB und als aus wirtschaftlichen Gründen auch dies nicht mehr möglich war, wurde im Wohnzimmer des Clubleiters weiter geprobt. Eine generelle Besserung der Situation zeichnete sich erst ab, als die Jugendorganisation der Falken dem Club in ihrem Jugendhaus im Dresdener Osten auf kommerzieller Basis eine feste Bleibe ermöglichte, wo der Club wieder zu einer normalen, geregelten Probenarbeit zurückkehren konnte. Heute probt der Singeclub im Jugendhaus "Roter Baum", Großenhainer Str. 93, in Dresden.

Der Wunsch, sich zu Problemen heute, hier und in der Welt äußern zu wollen, hat uns diese Schwierigkeiten überwinden lassen. Im Gegensatz zu anderen Gruppen ist die Mitgliederzahl wieder angestiegen und auch jüngere Mädchen und Jungen sind wieder zu uns gestossen.

Heute tritt das Ensemble mit seinen politischen Programmen wieder zu vielen Gelegenheiten auf und ist auch in den alten Bundesländern gern gesehen. So war die Gruppe Teilnehmer an den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1997 in Havanna auf Kuba, gastierte erfolgreich 1999 und 2003 in Dortmund zum Pressefest der UZ und nahm im Jahr 2000 am internationalen Kulturfestival der Jugend in Berlin teil. Auch die internationale Arbeit findet ihre Fortsetzung. Nachdem der Club in fast allen Staaten Osteuropas gastierte, spielte das Ensemble bereits zweimal in der Schweiz sehr erfolgreich für die "Partei der Arbeit" der Schweiz.
Einen absoluten Höhepunkt der internationalen Arbeit stellte die Einladung zum "12. Flax Mill Yard Fest 2004" in Irland dar. Der Club gastierte mit seinem internationalen Programm in deutscher Sprache und wurde auf Grund des großen Zuspruchs, auch für das Jahr 2005 erneut eingeladen. Dieses Fest in Irland gab der Arbeit des Clubs neue Impulse.

Im Jahr 2005 gastierte der Club erneut beim UZ-Pressefest in Dortmund und spielte anschließend erfolgreich auf dem 13. FlaxMill-Festival in Dungiven (Nordirland).

Der 31. Geburtstag wurde mit einer eigenen Veranstaltung begangen.

Durch den Ernst-Busch-Chor Berlin wurde der Singeclub zu den Jahreskonzerten im Januar 2006 als Gast eingeladen.

Infos zu Singeclub in Irland zum Flax-Mill Yard Fest erhalten Sie auf dieser Seite!



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